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Evangelische Diakonie und Entwicklungsdienst verschmelzen

Berlin (epd). Der Evangelische Entwicklungsdienst (EED) und der Bundesverband der Diakonie schließen sich zum gemeinsamen "Evangelischen Werk für Diakonie und Entwicklung" zusammen.

Die Bundesversammlungen beider Werke erteilten dazu am Donnerstag in Berlin endgültig ihre Zustimmung. Die 640 Mitarbeiter der neuen evangelischen Organisation beziehen im Oktober das neu errichtete Gebäude in Berlin-Mitte.

Mit der Fusion bündelt die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) ihre Kräfte in der diakonischen Arbeit und der Entwicklungshilfe. Die nationale Sozialarbeit und die internationale Entwicklungsarbeit sowie deren politische Lobbyarbeit werden enger zusammengeführt. Die Vorstände des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des EED gehen im Gesamtwerk mittelfristig von Einsparungen in Höhe von 3,6 Millionen Euro jährlich aus.

Unter dem Dach der neuen Großorganisation verschmelzen der Entwicklungsdienst EED und die beim Diakonischen Werk der EKD angesiedelten Hilfswerke "Brot für die Welt" und "Diakonie Katastrophenhilfe" zu einer Einheit. Das neue Werk für Diakonie und Entwicklung wird von zwei Vorständen geführt, die ihren jeweiligen Geschäftsbereich eigenverantwortlich leiten.

Die Werke "Brot für die Welt - Evangelischer Entwicklungsdienst" und "Diakonie Deutschland - Evangelischer Bundesverband" haben jeweils ihr eigenes Budget. Dennoch ist vorgesehen, dass bestimmte Verwaltungsabteilungen für beide Geschäftsbereiche Leistungen erbringen. Die Präsidenten der beiden dreiköpfigen Vorstände wechseln sich in einem festen zeitlichen Rhythmus im Vorsitz des Gesamtwerkes ab.

Die Parlamente der beiden großen Werke der EKD hatten bereits im Juni 2011 in Bonn eine neue Satzung für die neue evangelische Organisation verabschiedet. Anschließend hatte die EKD-Synode im November in Magdeburg den Zusammenschluss beschlossen.

Finanziert wird die Fusion zu etwa zwei Dritteln von der EKD, die Bundesdiakonie steuert fünf Millionen Euro bei. Die Gesamtkosten werden auf 17 Millionen Euro geschätzt. Im Oktober werden die Beschäftigten des EED und des Wohlfahrtsverbandes Diakonie von Bonn, Stuttgart und Berlin-Dahlem ins Zentrum Berlins ziehen. Die alten Standorte werden aufgegeben. Durch die Bündelung der Kräfte an einem Ort wird unter anderem ein besserer Austausch zwischen den sozialen Diensten der Diakonie in Deutschland, wie etwa der Betreuung von Flüchtlingen, und der Arbeit in den Entwicklungsländern angestrebt.

Das Evangelische Werk für Diakonie und Entwicklung finanziert sich im Wesentlichen aus Zuwendungen der EKD, Mitgliedsbeiträgen, Mitteln aus öffentlichen Haushalten und Spenden.

epd ost bas jh

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