2.400 mal „RAD statt RATLOS“ - Das Erfolgsprojekt geht in die Pause!
Unter dem Motto Diakonie macht Berlin mobil - „RAD statt RATLOS“ sammelten das Diakonische Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und verschiedene Kooperationspartner Berlinweit in 2010 und 2011 gebrauchte Fahrräder.
Diese wurden dann in sozialen Werkstätten aufgearbeitet und anschließend wurden die zum Teil „generalüberholten Fahrräder“ an Menschen abgegeben, die bis dahin kein Geld für andere Fortbewegungsmöglichkeiten hatten.
Ziel des Projektes war es, Menschen mit geringen Einkommen durch ein Fahrrad mehr Mobilität zu ermöglichen - Mobil im Alltag ohne Sozialticket. Denn die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel oder gar das Autofahren sind z.B. mit ALG II kaum bezahlbar. Bei „Hartz IV“ bleiben für Verkehrskosten nur circa 15,00 Euro. Das Sozialticket der BVG kostet jedoch 33,50 Euro.
Durch ein Fahrrad sollte möglichst vielen Berlinerinnen und Berliner in schwierigen sozialen Situationen etwas mehr Unabhängigkeit geschenkt werden.
Initiiert wurde das Projekt im Rahmen des Europäischen Jahres gegen Armut und soziale Ausgrenzung. Dr. Markus Dröge, Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, unterstützte als Schirmherr das Projekt.
Die Bilanz: In den gut eineinhalb Jahren wurden über 2.400 Fahrräder gespendet, abgeholt, in Werkstätten fahr- und verkehrstüchtig aufgearbeitet und an ALG II-Empfänger/innen, aber auch an Menschen mit sehr geringem Einkommen weitergegeben.
Jetzt geht das Projekt in eine längere Pause, um dann wieder ab 2013 getreu dem Motto, "Berlin mobil" zu machen.
Kontakt:
Ina Zimmermann, AB 6, Existenzsicherung und Integration Tel. 030-82097-190


