Landesarmutskonferenz Berlin hat Resolution verabschiedet
Die Landesarmutskonferenz hat auf ihrer ersten Mitgliederversammlung im Vorfeld der Focuswoche der Nationalen Armutskonferenz eine Resolution verabschiedet.
Sie fordert darin eine qualifizierte, öffentliche Auseinandersetzung und eine verstärkte Verantwortungsübernahme durch die Zivilgesellschaft, durch Verwaltungen und politische Mandatstragende ein. Nur so können die durch Armut bedingten massiven Einschränkungen von Handlungsspielräumen, Partizipationsmöglichkeiten überwunden werden. Die Landesarmutskonferenz Berlin, die inzwischen 51 Mitglieder hat, setzt sich für die Überwindung von Armut und sozialer Ausgrenzung ein. Die Landesarmutskonferenz erklärt ausdrücklich, dass sie bereit ist, an der Umsetzung ihrer Forderungen mitzuarbeiten.
Susanne Kahl-Passoth, Direktorin des Diakonischen Werkes Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und Vorsitzende der Evangelischen Obdachlosenhilfe e.V., und Prof. Barbara John, Vorstandsvorsitzende des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Landesverband Berlin, die Sprecherinnen der Landesarmutskonferenz, haben die Resolution unterzeichnet.
Die
vollständige Resolution finden Sie hier als PDF-Datei zum
Herunterladen.
Hintergrund: Die Landesarmutskonferenz wurde
im Dezember 2009 mit dem Ziel gegründet: Alle Kräfte im Land Berlin zum
gemeinsamen Kampf gegen Armut und soziale Ausgrenzung zu bündeln. In Berlin
besteht weder auf der Landes- noch auf der Bezirksebene eine strukturierte
Sozialplanung. Über 35 Organisationen, darunter u.a. die Evangelische Kirche
Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) sowie alle Spitzenverbände der
LIGA der Freien Wohlfahrtsverbände, waren die Gründungsmitglieder der
Landesarmutskonferenz. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der
Gründungskonferenz waren sich darüber einig, dass eine gesamtstädtische
Sozialplanung mit nachvollziehbaren Zielstellungen dringend erforderlich ist.
Insbesondere vor dem Hintergrund das damit zu rechnen ist, dass die enormen
Investitionen zur Bekämpfung der internationalen Finanzkrise als
Haushaltsdefizit direkt auf die öffentlichen Haushalte
durchschlagen.
Kontakt: Christiane Lehmacher-Dubberke,
030 82097 - 110


