Ein Berater der Kirchlichen Telefonseelsorge berät am Telefon.
Als Berater am Telefon im Einsatz: Die Ehrenamtlichen der Berliner TelefonSeelsorge.

Kirchliche Telefonseelsorge - Erste Hilfe für die Seele

Ein Notruf für die Seele, 24 Stunden erreichbar, jeden Tag und jede Nacht, 365 Tage im Jahr, kostenfrei für die Anrufenden und mit garantierter Anonymität, hier findet Frau und Mann gut ausgebildete Telefonseelsorgerinnen und Telefonseelsorger für ein seelsorgerliches Gespräch.

Krisen können jeden Menschen treffen, egal zu welcher Uhrzeit oder Wochenzeit, egal zu welcher Jahreszeit. Krisen haben sehr oft etwas Heimtückisches an sich. Manchmal kommen Krisen unangekündigt um die Ecke, wenn ein geliebter Mensch plötzlich verstirbt oder durch ein plötzliches unvorhergesehenes Ereignis, das über uns hereinbricht. Oder aber sie entwickeln sich kaum merklich, schleichen sich ein und dann stehen wir womöglich vor einer gescheiterten Beziehung zu unserem Partner oder einem anderen geliebten Menschen. Was alle Formen von Krisen gemein haben, sind unsere Gefühle, die mit dem Krisenerleben einhergehen. Gefühle von Hilflosigkeit, Ohnmacht, Wut, Schmerz, Traurigkeit bis Trauer, gelähmt sein, Fassungslosigkeit und vieles mehr.

Und wo einen Menschen finden, dem ich mich mit all diesen Gefühlen zumuten kann, einen Menschen, der das aushält und hoffentlich nicht gleich mit mir verzweifelt? Einen Menschen, der genügend Abstand zu mir und meinen Problemen hat, bei dem ich mich mit all meinem Verzagt sein und Gefühlen des Scheiterns zeigen kann. Manchmal kann man dann nicht bis zum nächsten Tag warten oder bis zu einem Termin Wochen später in einer Beratungsstelle. Manchmal muss es jetzt und gleich sein.

Eine ehreamtliche Telefonberaterin der Kirchlichen Telefonseelsorge sitzt am Computer und telefoniert.
Hilfe am Telefon bieten die Beraterinnen und Berater der Telefonseelsorge.
Und genau dafür ist die Kirchliche TelefonSeelsorge da. Menschen, die gut ausgebildet sind, die selbst krisenerprobt sind, die sich Zeit nehmen zum Zuhören, die ein offenes Ohr und ein offenes Herz haben, die sich anrühren lassen. Aber – und das ist mit das Wichtigste – sie bleiben in einem gesunden Abstand.

Wer gerne telefoniert ist noch lange keine gute Telefonseelsorgerin oder Telefonseelsorger. Wer bei der TelefonSeelsorge mitarbeiten will muss selbst schon einiges im Leben bewältigt haben, muss sein Herz am rechten Fleck haben, sich gut mit sich selbst auskennen, eine Portion Selbstreflexionsfähigkeit besitzen, sich ausdrücken können, teamfähig sein und das rechte Gottvertrauen besitzen. Das christliche Menschenbild ist entscheidend für die seelsorgerliche Arbeit am Telefon. Denn auch, wenn der andere Mensch am Telefon keine Hoffnung mehr für sich sieht, so muss ich als Telefonseelsorgerin oder Telefonseelsorger eine Hoffnung für Ihn oder Sie haben.

Wer bei der TelefonSeelsorge mitarbeiten möchte, muss sich einem Auswahlverfahren stellen und danach einen Ausbildungskurs absolvieren, der sich in Theorie, Praxis und Selbsterfahrung über 228 Stunden im Schwerpunkt an siebe Wochenenden erstreckt.

Die Kirchliche TelefonSeelsorge ist eine ökumenische Einrichtung in ökumenischer Trägerschaft. Getragen vom Diakonischen Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz e.V. (geschäftsführender Gesellschafter), dem Caritasverband für das Erzbistum Berlin e.V., der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, dem Erzbistum Berlin und den Evangelisch Freikirchlichen Gemeinden. Diese sind Träger der Kirchlichen TelefonSeelsorge Berlin und Brandenburg, für die Standorte in Berlin, Ostbrandenburg (Frankfurt/Oder), Cottbus und Potsdam. Sie verantworten die Arbeit der etwa 340 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mehr als 50 Tausend Anrufe pro Jahr entgegen nehmen.

Weiteres unter www.telefonseelsorge-berlin-brandenburg.de