Demokratie gewinnt! In Brandenburg!

Demokratie gewinnt! In Brandenburg!

Demokratie findet nicht nur in der Wahlkabine statt – sie wird jeden Tag aufs Neue mit Leben gefüllt. Etwa, indem wir Verantwortung übernehmen und uns in unserem Gemeinwesen engagieren. Oder auch, indem wir uns vor dem Hintergrund des christlichen Menschenbildes mit Schwächeren solidarisieren, indem wir Nächstenliebe leben und damit gleichzeitig eine vielfältige und vielschichtige Gesellschaft verwirklichen. Besonders, indem wir couragiert handeln gegen Rechtsextremismus. All das wird schon getan, auch und gerade in Brandenburg.

Dennoch ist große Achtsamkeit im Umgang mit Rechtsextremismus, Diskriminierung und Demokratiefeindlichkeit geboten. Auch in der kirchlichen und diakonischen Arbeit vor Ort sind haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende immer wieder vor große Herausforderungen gestellt: Wie sollten Mitarbeitende mit Situationen umgehen, in denen sich jemand demokratiefeindlich oder diskriminierend äußert? Wann kann und muss interveniert werden, was kann geduldet werden? Wo gibt es Unterstützung? Welche Möglichkeiten der Prävention gibt es? Und wie können diakonische Einrichtungen und Dienste demokratische Beteiligung fördern?

Das Projekt „Demokratie gewinnt! In Brandenburg!“ richtet sich an haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende diakonischer und kirchlicher Einrichtungen in Brandenburg. Es bietet unter anderem eine Fortbildung, die die Mitarbeitenden in ihrem Umgang mit Rechtsextremismus unterstützt und sie stärkt, sich präventiv in ihrem Gemeinwesen zu engagieren. In Basismodulen werden Grundlagen zu den Themen Demokratiefeindlichkeit und Rechtsextremismus sowie zur Rolle von Kirche und Diakonie als zivilgesellschaftliche Akteure im Gemeinwesen thematisiert. Zusatzmodule vermitteln arbeitsfeldspezifische Kenntnisse, trainieren Konfliktgespräche oder das Argumentieren gegen Rechts. Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Fortbildungen können das Zertifikat der „Demokratieberaterin“ beziehungsweise des „Demokratieberaters“ erwerben. In dieser Funktion werden sie zu verbandsinternen AnsprechpartnerInnen für die Themen Rechtsextremismus und Demokratiefeindlichkeit und beraten und unterstützen andere Kolleginnen und Kollegen in kirchlichen und diakonischen Einrichtungen bei Konfliktfällen aufgrund von Diskriminierung oder rechtsextremen Äußerungen.