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Wittstock hilft Haiti – Das Diakonische Werk sagt Danke im Namen der Katastrophenhilfe
Weder starker Schneefall noch der eisige Wind konnte die Wittstocker vom Besuch eines Benefizkonzertes abhalten, das die Stadt Wittstock in der Stadthalle zugunsten Haitis vorbereitet hatte. Mitwirkende waren die bekannten Musikvereine aus dem ganzen Altkreis, die ein dreistündiges Programm füllten. Die Besucher zahlten mit Kauf der Eintrittskarte schon in den Spendentopf ein und so verzichtete mancher großzügig auf Wechselgeld und spendete die Mehrsumme.
Das Benefizkonzert der Stadt sei auch für junge Leute eine Vorbild-
veranstaltung gewesen, dass jeder etwas für andere Menschen
leisten kann, die auf Hilfe angewiesen sind. Das hatte auch der
Bürgermeister, Jörg Gehrmann, zur Eröffnung der Stadtveranstaltung
betont, die Entfernung spielt für Hilfe keine Rolle mehr. „Was uns
sonst sehr fern scheint, kann schnell ganz nahe rücken und berührt
uns“, sagte Gehrmann auch zum Schluss in der Stadthalle.
Über 400 Gäste besuchten das Benefizkonzert am 27. Januar 2010
und an Spenden kam eine beachtliche Summe zusammen:
7.219,62 Euro. Davon gingen 1.025 Euro an das Deutsche Rote
Kreuz, 6.194,62 Euro wurden an die Diakonie Katastrophenhilfe
übergeben. Spender waren zahlreiche Unternehmen, Vereine,
Bürger und die Gemeinde Heiligengrabe.
Den Spendenscheck für die Diakonie nahm Superintendent Hans-Joachim Lohmann entgegen.
Das Diakonische Werk sagt danke für die Hilfe.
Schwerpunkt der Arbeit der Diakonie Katastrophenhilfe im ländlichen Bereich
Für eine Hilfe im Rahmen einer langfristigen Partnerschaft mit den Menschen in Haiti hat sich die Direktorin der Diakonie Katastrophenhilfe, Pfarrerin Cornelia Füllkrug-Weitzel, ausgesprochen. Nach dem schweren Erdbeben vom 12. Januar brauche das Land mehr als Nothilfe, um Stabilität und nachhaltige Entwicklung zu schaffen, sagte die Theologin am 8. Februar bei einer Pressekonferenz des evangelischen Hilfswerks in Stuttgart zur Hilfe in Haiti. Rainer Lang, Sprecher der Diakonie Katastrophenhilfe, der erst kürzlich aus dem Erdbebengebiet zurückgekehrt ist, hat nochmals auf das katastrophale Ausmaß der Zerstörung hingewiesen. „Zum Teil bieten sich albtraumhafte und apokalyptische Szenen in den zerstörten Regionen“, fügte er hinzu.
Der Schwerpunkt der Arbeit der Diakonie Katastrophenhilfe liegt in der Region
Jacmel, also im ländlichen Bereich, wo das evangelische Hilfswerk schon vor
dem Erdbeben tätig war. Dort wurden am Wochenende die ersten 100 von rund
2.000 Familienzelten aufgestellt. „Dank unserer engen Zusammenarbeit mit
lokalen Selbstorganisationen und in Abstimmung mit den Vereinten Nationen,
den lokalen Behörden und den anderen Organisationen vor Ort, sind unsere
Nothilfsmaßnahmen angelaufen“, betonte Füllkrug-Weitzel.
„Wir sind und werden auch künftig überwiegend auf dem Land tätig sein, wo
die Mehrheit der Bevölkerung am allerärmsten ist: Über 80% der Menschen
auf dem Land haben nicht mehr als 1 US Dollar täglich zur Verfügung“, so
die Theologin. Nun stünden sie noch vor dem zusätzlichen Problem, die
Binnenflüchtlinge aufnehmen zu müssen, die – auch mit Aufforderung der
Regierung – Port-au-Prince verlassen haben und auf dem Land Zuflucht
suchen. „Vor der Hurrikansaison im Herbst bedarf neben dem Wiederaufbau
für die Landbevölkerung die Frage zusätzlicher Unterkünfte für die Flücht-
linge einer dringenden Antwort. Und es muss sichergestellt werden, dass
die Aussaat im März gelingt. Das alles muss in den nächsten sechs
Monaten als Nothilfe laufen“, betonte die Direktorin.
Lang wies darauf hin, dass in den spontan entstandenen Notunterkünften
drangvolle Enge herrsche. „Aber es ist bewundernswert, dass die Menschen,
die unter diesen Bedingungen leben, sich selbst organisieren und versuchen,
trotz des Chaos ein Stück Ordnung zurück zu gewinnen. Es ist offensicht-
lich, dass sie noch unter Schock stehen“, so Lang. Wie können sie mit den
Schmerzen, Verlusten und Ängsten weiterleben, sei eine Frage, die er sich
immer wieder stelle. „Es ist gut zu sehen, dass die Partner der Diakonie
Katastrophenhilfe bei der Verteilung auf andere Wege setzen, in direktem
Kontakt mit den Betroffenen, sei es in den Camps oder in den Stadtgebieten.
Das geht ohne Auseinandersetzungen, Drängeleien oder Gewalt ab.“
Hier finden Sie den Spendenaufruf der Diakonie Katastrophenhilfe als
PDF-Datei zum Herunterladen.
Für Rückfragen:
Peter Liebe, Tel.: 0174 - 30 20 158
Spenden:
Diakonisches Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz e.V.
Konto 320 4800,
Bank für Sozialwirtschaft,
BLZ 100 205 00
Stichwort - Haiti -
Weitere Informationen:
Diakonisches Werk
Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz e.V.
SpenderInnenbetreuung - Resi Michel
Tel. 030/820 97-203
Fax 030/820 97-105
eMail: michel.r@dwbo.de









